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Tadeusz Zieliñski - der Künstler von der Ostsee
Über Poznañ kam er nach Oberschlesien, wurde Vizechef des dortigen Film-klubs. Er war mitglied im Organisationskomitee für das polnische Amateurfilmfestival, trat mit seiner kleinen Band beim polnischen Schlagerfestival in Opole auf. Und kam nach Swinemünde. Das ist besonders deshalb bemerkenswert, weil er in Oberschlesien ein sehr vermögender Mann war. Er besaß ein schönes Haus, ein Auto, eine große Sammlung, um die ihn so manches Antiquitätengeschäft beneiden würde, leitete einen Keramikbetrieb. Dann stieg er ins Taxi und ließ sich ans Meer bringen. Er stand am Strand und blickte auf das große Element. Er begriff die ungeheure Größe, ergab sich seinem Schicksal und warf den Wohnungschlüssel ins Meer. Hier begann er das Leben noch einmal. Er ließ sich in Swinemünde nieder und wusste, dass er schließlich den magischen Winkel entdeckt hatte, in dem er Wurzeln schlägt. Voller Heimweh blickte er eines Tages auf das heruntergekommene West-Fort. Der nahe ligende Bunker war in kläglichem Zustand, aber seine Fantasie begann ihn schon einzurichten, die Schmiede wurde zu Unterkunft. Ihm wurde klar, dass er nach mehrjähriger Reise endlich seinen Platz auf der Erde gefunden hatte. Der Bunker, über 135 Jahre preussiche Festung, wurde Atelier und Heim zugleich. Der Maler nahm an nationalen und internationalen Pleinairs teil, organisierte sie auch selbst. Sein Heim wurde zum Mekka der Künstler Swinemündes. Tadeusz und Bo¿ka eroberten die Herzen aller ihrer Gäste. Über seine Kunstwerke sagt Tadeusz folgendes: "Ich schaffe sie, damit sie mein Herz ergreifen. Wie die Kapelle Stella Maris. Zur Eröffnung kamen Erzbischof Przykucki und Bischof Kostynowicz, Kenner sakraler Kunst. Bischof Kostynowicz sagte: In meinem Alter habe ich das Recht, gewisse Dinge zusammenzufassen. Ich habe in meinem Leben viele Heiligetümer gesehen. Aber das hier ist eines mit einer besonderen Wärme - ich möchte es als Perle inmitten anderer Heiligtümer bezeichnen". Den Besuchern, die auf die Ikonen des Künstlers blicken und in Unbeweglichkeit verharren, geht es ähnlich. Aut.:El¿bieta
Przygoda |